Chancengipfel 2026

Bundeselternrat & Bundesschüler*innenkonferenz: Chancengipfel 2026. 

Am Freitag, den 26.06.2026, brachte der erste Chancengipfel von Bundeselternrat (BER) und Bundesschüler*innenkonferenz (BSK) ehrenamtliche Akteure aus 14 Bundesländern sowie Expert*innen aus der Bildungswirtschaft an einen Tisch – mit einem klaren Anspruch: nicht erneut Probleme beschreiben, sondern Lösungen entwickeln.

Bei Temperaturen von bis zu 39 Grad, unter denen andere Veranstaltungen abgesagt oder verlegt wurden, haben über 50 Vertreter*innen aus Schüler*innenschaft, Elternschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Jugendhilfe, Krankenkassen, Schulleitungen und Politik fünf Stunden lang konzentriert gearbeitet. Das Ergebnis: ein deutliches Signal, dass Bildung besser werden kann, wenn Verantwortung gemeinsam übernommen wird.

„Wir wollten ein Format schaffen, das der Realität im Bildungssystem gerecht wird: weniger Bühne, mehr Zusammenarbeit. Wenn Eltern, Schüler*innen, Lehrkräfte und Politik fünf Stunden lang gemeinsam an einem Tisch sitzen, entsteht etwas, das keine Podiumsdiskussion leisten kann.“ Aline Sommer-Noack, Bundeselternrat

Vier Handlungsfelder – ein gemeinsamer Auftrag

In vier Arbeitsgruppen wurden die zentralen Herausforderungen des Bildungssystems bearbeitet:

  • Digitalisierung
  • Gesundheit & Wohlbefinden
  • Unterrichtsqualität & Fachkräftesicherung
  • Chancengerechtigkeit & soziale Teilhabe

Die Ergebnisse flossen noch während der Veranstaltung in ein 12-seitiges Strategiepapier ein, das Aline Sommer-Noack gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik und Zivilgesellschaft an Staatssekretär Andreas Deuschle (Baden-Württemberg) übergab.

Politische Signale: Zwei Zusagen mit Gewicht

Trotz extremer Bedingungen gab es zwei zentrale politische Erfolge:

  • Staatssekretär Andreas Deuschle kündigte ein erneutes Treffen mit BER und BSK innerhalb von drei Wochen an.
  • Staatsminister Jürgen Böhm wird das Strategiepapier in die Kultusministerkonferenz (KMK) einbringen.


Diese Zusagen zeigen: Die Ergebnisse des Gipfels werden ernst genommen – und weiterverfolgt.

Gemeinsame Erkenntnisse: Bildung hängt zusammen

Das Statementpapier macht deutlich:
„Die Herausforderungen unseres Bildungssystems stehen nicht isoliert nebeneinander. Digitalisierung, Gesundheit, Unterrichtsqualität und Chancengerechtigkeit beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb brauchen wir Formate, die diese Themen zusammen denken – und gemeinsam bearbeiten.“ Aline Sommer-Noack (BER) & Leander Heydenreich (BSK)

Damit wird klar: Einzelmaßnahmen reichen nicht. Es braucht vernetzte Strategien, verbindliche Strukturen und ressortübergreifende Zusammenarbeit.

Ein starkes Zeichen des Ehrenamts

Dass ein solches Papier in Echtzeit und unter extremen Bedingungen entstehen konnte, zeigt die Kraft des zivilgesellschaftlichen Engagements. Schüler*innen , Eltern, Lehrkräfte, Wissenschaft, Wirtschaft, Verbände, Jugendhilfe und Politik arbeiteten lösungsorientiert und ohne ideologische Gräben zusammen.

„Wenn wir Bildung wirklich verbessern wollen, müssen wir alle an einem Tisch sitzen – und zwar nicht, um Probleme zu wiederholen, sondern um Verantwortung zu übernehmen. Genau das macht den Chancengipfel aus.“ Leander Heydenreich, Bundesschüler*innenkonferenz

Der Weg geht weiter – und wird größer

Das Format soll fortgeführt und ausgebaut werden. Das Konzept liegt bereits beim didacta-Verband, bei dem der Bundeselternrat inzwischen Mitglied ist.

Das langfristige Ziel: Alle 16 Bildungsministerien regelmäßig an einen Tisch bringen – nicht für Debatten, sondern für konkrete Arbeit. Der Austausch mit der KMK soll verstetigt werden.

„Es geht nur zusammen.“

Mit diesem Satz endete der Gipfel – und beginnt die eigentliche Arbeit.

Pressemitteilung als PDF

Gemeinsames Statement zur Zukunft der Bildung in Deutschland als PDF

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