Verbote sind keine Lösung

KOMPETENZEN STATT PROBLEMVERSCHIEBUNG

In der aktuellen Debatte um ein Verbot von Social Media für bestimmte Altersgruppen hat sich
nun auch Bundeskanzler Friedrich Merz geäußert. Er sagte, er habe grundsätzlich „viel
Sympathie“ für ein solches Verbot. Die Bundesschülerkonferenz findet den Gedanken

grundsätzlich richtig, sieht den Fokus aber zu stark auf Verboten.
 

Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz: „Als Bundesschülerkonferenz
sehen wir, dass Social Media zur immer schlechter werdenden psychischen Gesundheit von
Jugendlichen einen erheblichen Beitrag leistet. Das kann man nicht ignorieren. Trotzdem löst
ein Verbot allein das Problem nicht. An erster Stelle muss bessere Medienbildung in Schulen

stehen, denn sonst ist das Verbot nichts anderes als eine Problemverschiebung.“
 

Die seit Jahren steigende Zahl psychisch erkrankter Jugendlicher bereitet uns große Sorgen.
Dagegen muss dringend etwas getan werden. Genau deshalb machen wir mit unserer
Kampagne „Uns geht’s gut?“ auf diese Situation und mögliche Lösungen aufmerksam.
Ein Social-Media-Verbot für unter 16- oder 14-Jährige kann dabei Teil der Lösung sein, aber

eben nicht die einzige Maßnahme.
 

Damit ein Verbot mittel- und langfristig Wirkung zeigt, braucht es deutlich mehr Medienbildung
an Schulen. Jugendliche müssen lernen, welche Inhalte sie auf Instagram und Co. sehen, wie
Algorithmen funktionieren, wie man echte Inhalte von KI-generierten unterscheidet und wie

man sich vor Abhängigkeit schützen kann.
 

Eine große Sorge in der aktuellen Debatte ist für uns, dass Politik oft kurzfristig denkt. Wir
befürchten, dass ein Social-Media-Verbot nicht als ergänzende Maßnahme in einem
langfristigen Konzept gesehen wird, sondern als schnelle Einzellösung. Genau das darf nicht

passieren.
 

Sture Verbote bringen uns nicht weiter. Wir brauchen Medienkompetenz. Jetzt.

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Verbote sind keine Lösung

Als Bundesschülerkonferenz
sehen wir, dass Social Media zur immer schlechter werdenden psychischen Gesundheit von
Jugendlichen einen erheblichen Beitrag leistet. Das kann man nicht ignorieren. Trotzdem löst
ein Verbot allein das Problem nicht. An erster Stelle muss bessere Medienbildung in Schulen
stehen, denn sonst ist das Verbot nichts anderes als eine Problemverschiebung.

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