Sicheres Öffnen als Perspektive schaffen

Die Bundesschüler*innenkonferenz unterstützt die aktuellen Forderungen nach weiteren Schulöffnungen. Wir erleben aktuell ganz unterschiedliche Situationen bei den Schülerinnen und Schülern, viele könnten auf der Strecke bleiben. Gerade für diese Schülerinnen und Schüler müssen wir jetzt eine Perspektive schaffen.

Allerdings dürfe dies nicht ungeachtet der aktuellen pandemischen Lage geschehen. Weitere Öffnungen können nur in Gebieten geschehen, in denen die 7-Tages-Inzidenz die 100er Marke nicht überschreitet.(1)

Die Bundesländer können nur bei länderspezifischen Schulöffnungen direkt auf ihre Infektionslagen, Unterrichtsmangel und Schülerzahlen eingehen, um einen sicheren Start für immer mehr Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen.

Der Distanzunterricht kann den Präsenzunterricht didaktisch und qualitativ nicht ersetzen. Bei konsequenter Einhaltung der Hygienemaßnahmen, wie der Wahrung des Abstandsgebotes im Unterrichtsraum, soll folglich Präsenzunterricht an den Schulen durchgeführt werden. Stehen die entsprechenden räumlichen und personellen Kapazitäten dafür nicht zur Verfügung, sieht die Bundesschüler*innenkonferenz den Wechselunterricht als zufriedenstellend an.(2)

Gekoppelt an die weiteren Öffnungen stellt die Bundesschüler*innenkonferenz folgende Forderungen auf:
Benötigt wird ein funktionierendes Konzept für kostenlose COVID-19-Schnelltests an den Schulen. Allen Schulbeteiligten muss die Möglichkeit einer regelmäßigen Testung gegeben werden. Schnelltests sind nicht nur eine wichtige Stütze bei den Öffnungen, sie geben den Schulbeteiligten auch ein höheres Sicherheitsgefühl. Die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes muss ebenfalls an allen weiterführenden Schulen eingeführt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen deutlich, dass dies einen wichtigen Bestandteil in der Virusbekämpfung darstellt.

(1) Baden-Württemberg: Die sichere Nachverfolgbarkeit muss stabil und zuverlässig möglich sein, maximal darf die 7-Tages-Inzidenz im Kreis jedoch bei 50 liegen. Ausnahmen können vor Ort für Schülerinnen und Schüler der Grundschulen, Abschlussklassen, der Jahrgangsstufen sowie Kinder der Kindertageseinrichtungen und in Notbetreuung geschaffen werden. Für vollständige Öffnungen muss die Inzidenz Grenze deutlich geringer sein, außerdem sind andere Faktoren wie Mutanten und Infektionssituationen an den Schulen selbst zu berücksichtigen.
(2) Bayern: Wechselunterricht stellt keine Option dar. Als Unterrichtsformen kommen lediglich der Distanzunterricht, oder der Präsenzunterricht in Frage.

TEILEN

Für Extremist*innen ist in der Schule kein Platz!

Die Bundesschüler*innenkonferenz und der LandesSchülerRat Sachsen begrüßen den Ausschluss einer rechtsextrem engagierten Lehramtsanwärterin und fordern eine klare Haltung gegen Extremismus an Schulen. Dafür seien mehr Demokratiebildung, politische Bildung, Schulsozialarbeit und niedrigschwellige Beratungsangebote notwendig.

Weiterlesen »

Weltkindertag: Jedes Kind verdient die gleichen Chancen

Wie gerecht ist unser Bildungssystem?Eigentlich sollte es selbstverständlich sein: Unabhängig davon, wo ein Kind aufwächst, wie viel Geld die Eltern verdienen oder welchen Bildungsabschluss sie haben, sollte jedes Kind die gleichen Chancen auf gute Bildung und gesellschaftliche Teilhabe haben. Die Realität zeigt jedoch, dass diese Voraussetzungen in Deutschland noch immer nicht für alle gegeben sind.

Weiterlesen »
Cookie Consent mit Real Cookie Banner