Berlin, 23. Oktober 2026 – Schüler*innen stehen aktuell weltweit für sich und ihre Wünsche nach besserer Bildung ein. Wir als Bundesschüler*innenkonferenz (BSK) haben bereits am 15. Oktober mit den Anliegen der Schüler*innen und den friedlichen Protestformen solidarisiert. Uns ist es weiterhin wichtig zu betonen, dass die vorgebrachten Anliegen und Sorgen sehr berechtigt sind. Sie sollen sicher auf Straßen kommuniziert dürfen – das aber immer gewaltfrei von allen Seiten.
Junge Menschen sind frustriert. Seit über 20 Jahren setzen wir uns als BSK für bessere Bildung ein, doch noch immer scheitert die Politik daran zukunftsfähige Prioritäten zu setzen.
“Schüler*innen berichten uns stetig von zahlreichen Problemen, die sie tagtäglich beeinträchtigen. Sie sprechen vom Bus der nicht kommt, der Digitalisierung die nach wie vor nicht geupdatet ist und einem immensen Leistungsdruck, dem sie kaum Stand halten können. Für uns zeigt das deutlich: Von Schulen als Wohlfühlort sind wir noch weit entfernt.” sagt Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschüler*innenkonferenz.
Immer mehr Schüler*innen leiden an psychischen Belastungen, unter Zukunftsängsten und Leistungsdruck. Der Alltag ist geprägt von Stress und Ungerechtigkeit, insbesondere für Schüler*innen aus finanziell schwachen Haushalten. Im Bereich der Sanierung und Ausstattung weist das Bildungssystem Defizite im Milliardenbereich auf.
“Es reicht nicht nur jungen Menschen in einem Video auf Instagram zu erklären, was in der Politik so passiert. Junge Menschen sind politisch und wollen mitgestalten – wir müssen sie hören und ernstnehmen, denn nur so werden sie zu echten Demokrat*innen, die friedlich miteinander streiten können.” so Kirchhoff weiter.
Wir wollen dem Frust einen Platz und Rahmen bieten, indem friedlich und demokratisch in den Diskurs gegangen werden kann. Da in vielen Protesten dieser nicht ausreichend gegeben wird, wollen wir am 20.11.2026 einen eigenen Impuls setzen. Hier wollen wir gemeinsam einen sicheren Raum für junge Menschen schaffen, die gemeinsam für ihre Anliegen einstehen können. Wir als Bundesschüler*innenkonferenz freuen uns, dass wir hier auch von anderen Organisationen unterstützte werden. So ruft auch Fridays for Future Berlin mit auf:
„Wir brauchen ein Bildungssystem, das uns auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet! Klimagerechtigkeit, gute Bildung und eine lebenswerte Zukunft gehören untrennbar zusammen. Mit einer Politik die Aufrüstung als höchste Priorität hat während beim Klima und in der Bildung gekürzt wird, wird das nicht möglich sein. Deshalb stehen wir solidarisch an der Seite der Schüler*innen, die am 20. November auf die Straße gehen und für ihre Zukunft kämpfen!“ sagt Nele Evers von FTFY Berlin.
Wir freuen uns über alle demokratischen Bündnispartner*innen die sich bei uns melden, um sich anzuschließen. Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Solidarisierung von allen Seiten benötigt. Investition in die Jugend ist Investition in die Zukunft. Wir freuen uns auf alle, die dabei sind.


