Bundesweite Freistellung von Schüler*innen für den Schulstreik

Bundesschülerkonferenz fordert bundesweite Freistellung von Schüler*innen für den Schulstreik am 5. Dezember

Wir machen Druck: Wir rufen alle Schulen dazu auf ihre Schüler*innen für den Schulstreik gegen die Wehrpflicht freizustellen.

Wir erleben täglich, wie wichtig es für junge Menschen ist, politische  Prozesse nicht nur theoretisch zu lernen, sondern praktisch zu erfahren. Der Mehrwert so einer demokratischen Erfahrung ist weitaus höher, als es der von einem einzelnen Schultag je sein könnte.

„Schüler*innen dürfen nicht dafür bestraft werden, für ihre Meinung auf die Straße zuziehen! Das Recht, die eigene Meinung öffentlich zu vertreten, ist ein Kernbestandteil unserer Demokratie.“ – Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz (BSK)

Politische Bildung findet nicht ausschließlich im Klassenraum statt. Demokratische Selbstwirksamkeit entsteht oft erst dann, wenn junge Menschen aktiv am öffentlichen Diskurs teilnehmen, Verantwortung übernehmen und sich mit ihren Positionen sichtbar machen.

„Ob man den Streik unterstützt oder nicht, spielt für die Frage der Freistellung keine Rolle“,
so Kirchhoff weiter. „Uns geht es nicht darum, Schüler*innen in eine bestimmte Richtung zu lenken. Uns geht es darum, dass junge Menschen ihr verfassungsmäßiges Recht auf Versammlungsfreiheit ausüben können. Sicher, legitim und ohne schulische Nachteile.“

Gesellschaftliches Engagement ist bereits in jungen Jahren ein wichtiger Bestandteil demokratischer Kultur. Die Teilnahme an Demonstrationen, Kundgebungen oder politischen Aktionen kann entscheidend dazu beitragen, langfristig politisches Interesse und Verantwortungsbewusstsein zu stärken.

Die Bundesschülerkonferenz appelliert daher an Schulen und Bildungsverwaltungen in allen Bundesländern, klare und einheitliche Regelungen zu schaffen, die eine unkomplizierte Freistellung für den 5. Dezember ermöglichen. Dabei bezieht die BSK keine Position zur Wehrpflicht selbst.

Pressemitteilung als PDF

 

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Verbote sind keine Lösung

Als Bundesschülerkonferenz
sehen wir, dass Social Media zur immer schlechter werdenden psychischen Gesundheit von
Jugendlichen einen erheblichen Beitrag leistet. Das kann man nicht ignorieren. Trotzdem löst
ein Verbot allein das Problem nicht. An erster Stelle muss bessere Medienbildung in Schulen
stehen, denn sonst ist das Verbot nichts anderes als eine Problemverschiebung.

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Redet mit uns, nicht über uns!

Wir wollen mitmachen!
97% aller jungen Menschen engagieren sich bereits gesellschaftlich oder politisch. 43% davon organisieren sich sogar mit Gleichgesinnten auf Demonstrationen oder politischen Veranstaltungen. Das Bild einer desinteressierten Jugend ist damit klar widerlegt. Doch gehört werden wir trotzdem nicht.

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