Nicht an den Kleinsten sparen! Bundesschüler*innenkonferenz stellt sich gegen KiKa-Abschaltung

Der Plan des neuen Reformstaatsvertrages, KiKa aus dem linearen
Fernsehen auszulagern, ist nicht hinnehmbar. KiKa muss weiterhin als frei
empfangbarer linearer Fernsehsender bestehen bleiben. Die geplanten
Änderungen im Reformstaatsvertrag nehmen unseren jungen
Schüler*innen eine zentrale Bildungs- und Informationsquelle.

• KiKa ist nicht nur Pittiplatsch und der Sandmann. Für viele Kinder
und Schüler*innen stellt der Fernsehsender eine wichtige
Informationsquelle dar. Wissenssendungen und Programme wie
LOGO! sind einzigartige Chancen, kindergerecht Nachrichten zu
vermitteln. Um hierfür eine niederschwellige Zugänglichkeit zu
gewährleisten, soll der Empfang im linearen Fernsehen sowie über
digitale Kanäle auch zukünftig verfügbar sein.

„Für viele Familien ist KiKa der einfachste Zugang zu Medien, Wissen und
politischer Orientierung, und zwar unabhängig von Einkommen oder
Internetanbindung.“ – Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der
Bundesschülerkonferenz


• Die geplante Auslagerung ignoriert, dass immer noch zahlreiche
Haushalte keinen stabilen Internetzugang oder passende Geräte
besitzen. Wenn hier gekürzt wird, trifft es wieder die ohne Lobby,
die Kleinsten der Gesellschaft.

Insbesondere im Hinblick auf das Erstarken des Rechtsextremismus
unter jungen Menschen spielen genannte Programme eine große Rolle in
der politischen Bildung und gewinnen immer mehr an Relevanz. Hier
denen, die keine Möglichkeit des Abrufens über digitale Kanäle haben, den
Zugang zu so wichtiger Bildung zu verwehren, ist absolut inakzeptabel.


Wir lassen nicht zu, dass die jungen Schüler*innen den Preis für diese
Reform zahlen müssen. 

Pressemitteilung als PDF

TEILEN

Chancengipfel 2026

Mehr als 50 Vertreter*innen aus Schüler*innenschaft, Elternschaft, Politik, Wissenschaft und Praxis haben beim ersten Chancengipfel von Bundeselternrat und Bundesschüler*innenkonferenz gemeinsam konkrete Lösungen für die Herausforderungen im Bildungssystem erarbeitet – und ein 12 seitiges Strategiepapier direkt an die Politik übergeben. Im Fokus stehen vernetzte Ansätze zu Digitalisierung, Gesundheit, Unterrichtsqualität und Chancengerechtigkeit – mit dem klaren Signal: Einzelmaßnahmen reichen nicht, Bildung muss ganzheitlich gedacht und gemeinsam gestaltet werden.

Weiterlesen »

Bildungsgerechtigkeit ist kein Nice-to-have

„Wie viele Studien braucht es noch, bis wirklich gehandelt wird? Bildungsgerechtigkeit ist kein Nice-to-have, sondern die Grundlage für eine gute Zukunft unseres Landes. Wer das ernst meint, muss jetzt Geld in die Hand nehmen, statt dieselben Probleme alle paar Jahre erneut zu beschreiben“, sagt Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschüler*innenkonferenz.

Weiterlesen »
Cookie Consent mit Real Cookie Banner