Bildungskrise. Immer noch.

Die Ergebnisse des IQB-Bildungsmonitors sind ein Desaster. Wieder einmal. Nicht nur die Leistungen in Mathe und Naturwissenschaften gehen bundesweit immer weiter in den Keller. Auch die psychosozialen Auffälligkeiten sind auf einem gefährlichen Niveau. Diese beiden Befunde zeigen: Wir stecken knietief in der Bildungskrise fest. Das wollen und werden wir nicht hinnehmen.

“Das Erscheinen von Studien zur Leistungsfähigkeit unseres Schulsystems ist zu einer Art Slapstick-Comedy geworden. Jeder weiß schon vor der Veröffentlichung, dass es dieses Mal noch katastrophaler ausfallen wird. Nach dem Aufschrei kehren dann die Bildungsminister zur Tagesordnung zurück. Das machen wir mehrfach im Jahr”, erklärt Quentin Gärtner, Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz.

Konkrete Lösungen liegen auf der Hand: Es braucht massive Investitionen in Schulbauten, Unterrichtsmethoden sowie Lehrplaninhalte auf der Höhe der Zeit, mehr Freiräume für die Lehrkräfte vor Ort und Personal für Sozialarbeit und den schulpsychologischen Dienst.

Dafür braucht es ein grundlegendes Umdenken in der Politik. Bildung ist nicht nur ein lästiges Thema, das man nebenbei behandelt. Wir sind das Fundament der Gesellschaft, auf der die Zukunft dieses Landes ruht. Uns werden die Aufgaben übertragen, die bisher wegprokrastiniert wurden.

“Wie sollen wir die Rente finanzieren, die Landesverteidigung schmeißen oder die Wirtschaft ans Laufen kriegen, wenn unsere Schulbildung den Bach runter geht und niemand ernsthaft den Schalter umlegen möchte?” prangert Quentin Gärtner an.

Wir erwarten, dass die Schüler, die jetzt neu eingeschult werden, ein System erleben, das sich bis zu ihrem Schulabgang radikal um sie kümmert. Eine Schule, die die Resilienz ihrer Schüler fördert und mentale Gesundheit als Kernvoraussetzung fürs Lernen anerkennt.

Quentin Gärtner: “Die Bildungsminister sind in der Pflicht, endlich wirkungsvolle Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Diese Talfahrt der Schulqualität gefährdet den Wohlstand dieses Landes!”  

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Verbote sind keine Lösung

Als Bundesschülerkonferenz
sehen wir, dass Social Media zur immer schlechter werdenden psychischen Gesundheit von
Jugendlichen einen erheblichen Beitrag leistet. Das kann man nicht ignorieren. Trotzdem löst
ein Verbot allein das Problem nicht. An erster Stelle muss bessere Medienbildung in Schulen
stehen, denn sonst ist das Verbot nichts anderes als eine Problemverschiebung.

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Redet mit uns, nicht über uns!

Wir wollen mitmachen!
97% aller jungen Menschen engagieren sich bereits gesellschaftlich oder politisch. 43% davon organisieren sich sogar mit Gleichgesinnten auf Demonstrationen oder politischen Veranstaltungen. Das Bild einer desinteressierten Jugend ist damit klar widerlegt. Doch gehört werden wir trotzdem nicht.

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