Schluss mit Schul- und Bildungsgipfeln ohne Beteiligung der Schülerinnen und Schüler

Das Deutsche Kinderhilfswerk, die Bundesschüler*innenkonferenz und der Deutsche Bundesjugendring fordern im Vorfeld der morgigen Bund-Länder-Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder, auch die Interessen der rund 11 Millionen Schülerinnen und Schüler in Deutschland in den Fokus ihrer Beratungen zu stellen. Aus Sicht der Organisationen kann das nur mit einer umfassenden Beteiligung der Schülerinnen und Schüler gelingen. Diese Beteiligung muss sowohl auf Landesebene über die jeweiligen Landesschülervertretungen als auch direkt in den Schulen durch die bereits gegebenen Strukturen sichergestellt werden.

Praxisnahe Konzepte – Schüler mit einbeziehen
Beratungen auf Bundesebene, wie beispielsweise der Schulgipfel in der letzten Woche im Bundeskanzleramt, dürfen nicht ohne Beteiligung der direkt Betroffenen stattfinden. Nur so kann sichergestellt werden, dass neben dem Gesundheitsschutz und den Interessen von Landesregierungen und Kultusbehörden auch soziale und kindheitspädagogische Aspekte berücksichtigt und Anregungen sowie Bedenken der Schülerinnen und Schülerinnen bestmöglich mit einbezogen werden und praxisnahe Konzepte erarbeitet werden.

Langfristige und nachhaltige Konzepte durch Expertenrat
Das Deutsche Kinderhilfswerk, die Bundesschüler*innenkonferenz und der Deutsche Bundesjugendring fordern dass langfristige Konzepte durch einen Expertenrat aus den Verantwortlichen der Gesundheits- und Bildungsbehörden, im Dialog mit den Schüler, Lehrer-, und Elternvertretern, erarbeitet werden.

Schulschließungen vermeiden
Für den Fall steigender Infektionszahlen sind Konzepte zu entwickeln, die einer kompletten Schließung der Schulen unbedingt vorbeugen.

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