Psychische Gesundheit ist kein Sparposten

Bundesschülerkonferenz warnt vor fatalen Kürzungen

Die von der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses beschlossenen Kürzungen im Bereich der psychischen Gesundheit für 2026 sind katastrophal. Während wir in einer tiefen Krise der mentalen Gesundheit von Schüler*innen stecken, streicht die Politik genau dort, wo sie handeln müsste.

„Wir werden nicht akzeptieren, dass psychische Gesundheit als hinnehmbare Haushaltslücke und nicht als Menschenrecht behandelt wird.“ – Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz

Wir begrüßen die Änderung des Zukunftspaketes für Bewegung, Kultur und Gesundheit mit einem stärkeren Fokus auf psychische  Gesundheit. Doch gleichzeitig hier um sechs Millionen Euro auf 3,28 Millionen Euro zu kürzen, zeigt erneut, dass schöne Worte allein keine Unterstützung schaffen.

Besonders schwer wiegt die Streichung der Mental-Health-Coaches. Dieses niedrigschwellige Unterstützungsangebot war für zahlreiche Schulen eine der wenigen direkten Hilfen im Kampf gegen psychische Belastungen. Sein ersatzloses Ende verschärft die Krise weiter und lässt Schüler*innen mit ihren Problemen allein.

Die Erhöhung der Verpflichtungsermächtigung auf 15 Millionen Euro für psychische Gesundheit ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber was nützen langfristige Pläne, wenn jetzt akute Hilfe fehlt? Wir brauchen jetzt Gelder!

Damit das geplante neue Konzept jedoch tatsächlich wirkt, muss die Bundesschülerkonferenz als Expertin für die Lebensrealität von Schüler*innen an den Tisch. Denn wer ohne uns plant, plant an der Realität vorbei.

Unsere psychische Gesundheit muss jetzt Priorität werden!

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Verbote sind keine Lösung

Als Bundesschülerkonferenz
sehen wir, dass Social Media zur immer schlechter werdenden psychischen Gesundheit von
Jugendlichen einen erheblichen Beitrag leistet. Das kann man nicht ignorieren. Trotzdem löst
ein Verbot allein das Problem nicht. An erster Stelle muss bessere Medienbildung in Schulen
stehen, denn sonst ist das Verbot nichts anderes als eine Problemverschiebung.

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Redet mit uns, nicht über uns!

Wir wollen mitmachen!
97% aller jungen Menschen engagieren sich bereits gesellschaftlich oder politisch. 43% davon organisieren sich sogar mit Gleichgesinnten auf Demonstrationen oder politischen Veranstaltungen. Das Bild einer desinteressierten Jugend ist damit klar widerlegt. Doch gehört werden wir trotzdem nicht.

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