Nicht an den Kleinsten sparen! Bundesschülerkonferenz stellt sich gegen KiKa-Abschaltung

Der Plan des neuen Reformstaatsvertrages, KiKa aus dem linearen
Fernsehen auszulagern, ist nicht hinnehmbar. KiKa muss weiterhin als frei
empfangbarer linearer Fernsehsender bestehen bleiben. Die geplanten
Änderungen im Reformstaatsvertrag nehmen unseren jungen
Schüler*innen eine zentrale Bildungs- und Informationsquelle.

• KiKa ist nicht nur Pittiplatsch und der Sandmann. Für viele Kinder
und Schüler*innen stellt der Fernsehsender eine wichtige
Informationsquelle dar. Wissenssendungen und Programme wie
LOGO! sind einzigartige Chancen, kindergerecht Nachrichten zu
vermitteln. Um hierfür eine niederschwellige Zugänglichkeit zu
gewährleisten, soll der Empfang im linearen Fernsehen sowie über
digitale Kanäle auch zukünftig verfügbar sein.

„Für viele Familien ist KiKa der einfachste Zugang zu Medien, Wissen und
politischer Orientierung, und zwar unabhängig von Einkommen oder
Internetanbindung.“ – Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der
Bundesschülerkonferenz


• Die geplante Auslagerung ignoriert, dass immer noch zahlreiche
Haushalte keinen stabilen Internetzugang oder passende Geräte
besitzen. Wenn hier gekürzt wird, trifft es wieder die ohne Lobby,
die Kleinsten der Gesellschaft.

Insbesondere im Hinblick auf das Erstarken des Rechtsextremismus
unter jungen Menschen spielen genannte Programme eine große Rolle in
der politischen Bildung und gewinnen immer mehr an Relevanz. Hier
denen, die keine Möglichkeit des Abrufens über digitale Kanäle haben, den
Zugang zu so wichtiger Bildung zu verwehren, ist absolut inakzeptabel.


Wir lassen nicht zu, dass die jungen Schüler*innen den Preis für diese
Reform zahlen müssen. 

Pressemitteilung als PDF

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Verbote sind keine Lösung

Als Bundesschülerkonferenz
sehen wir, dass Social Media zur immer schlechter werdenden psychischen Gesundheit von
Jugendlichen einen erheblichen Beitrag leistet. Das kann man nicht ignorieren. Trotzdem löst
ein Verbot allein das Problem nicht. An erster Stelle muss bessere Medienbildung in Schulen
stehen, denn sonst ist das Verbot nichts anderes als eine Problemverschiebung.

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Redet mit uns, nicht über uns!

Wir wollen mitmachen!
97% aller jungen Menschen engagieren sich bereits gesellschaftlich oder politisch. 43% davon organisieren sich sogar mit Gleichgesinnten auf Demonstrationen oder politischen Veranstaltungen. Das Bild einer desinteressierten Jugend ist damit klar widerlegt. Doch gehört werden wir trotzdem nicht.

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