Öffnungen der Schulen in Deutschland

10 Millionen Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland warten auf eine Entscheidung über den zukünftigen Schulbetrieb und ihre Abschlussprüfungen. I n dieser bildungspolitischen Ausnahmezeit sind Schülerinnen und Schüler diejenigen, die an erster Stelle stehen müssen, weil die Entscheidungen der Kultusministerkonferenz (KMK) sie deutlich betreffen.

Wir fordern deshalb die Einbeziehung der Schülervertreter in diesen Entscheidungsprozess. Es sollte ein Konzept erarbeitet werden, bei dem es um die Umsetzung der Regelungen zur Schulöffnung und den damit veränderten Schulbetrieb geht.

In dem erarbeiteten Konzept muss besonders auf Abschlussklassen, auf die Umsetzung der Abstandsregelung und auf Schüler die Risikogruppen angehören Rücksicht genommen werden. Dafür muss die Kommunikation offen und transparent ablaufen. Des Weiteren fordern die Mitgliedsländer der Bundesschülerkonferenz eine Evaluation der während der Schulschließungen erarbeiteten Unterrichtsinhalte, damit die Schülerinnen und Schüler, die aus verschiedensten Gründen nicht in der Lage waren, diese zu bearbeiten, keine Nachteile erfahren. Der Aspekt der Chancengleichheit sollte bei dieser Entscheidung mit berücksichtigt werden.

Die letztendliche Entscheidung über die Öffnung der Schulen sollte nach Ansicht der Mitgliedsländer der Bundesschülerkonferenz nur durch einen Expertenrat der unter anderem aus den Verantwortlichen des Robert-Koch-Instituts sowie denen, der Gesundheits- und Bildungsbehörden, im Dialog mit den Schüler-, Lehrer-, und Elternvertretern, getroffen werden. Besonders bei einer solch wichtigen Entscheidung sollten die Meinungen der Schülerinnen und Schüler ausreichend berücksichtigt werden, wie in einigen Bundesländern bereits geschehen.

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Verbote sind keine Lösung

Als Bundesschülerkonferenz
sehen wir, dass Social Media zur immer schlechter werdenden psychischen Gesundheit von
Jugendlichen einen erheblichen Beitrag leistet. Das kann man nicht ignorieren. Trotzdem löst
ein Verbot allein das Problem nicht. An erster Stelle muss bessere Medienbildung in Schulen
stehen, denn sonst ist das Verbot nichts anderes als eine Problemverschiebung.

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Redet mit uns, nicht über uns!

Wir wollen mitmachen!
97% aller jungen Menschen engagieren sich bereits gesellschaftlich oder politisch. 43% davon organisieren sich sogar mit Gleichgesinnten auf Demonstrationen oder politischen Veranstaltungen. Das Bild einer desinteressierten Jugend ist damit klar widerlegt. Doch gehört werden wir trotzdem nicht.

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