Rechtsextremismus entgegenwirken, KZ-Besuche verpflichten!

Die Entwicklung der rechtsextremistisch motivierten Verbrechen in Deutschland hat stark zugenommen. Die Bundesschülerkonferenz ist davon überzeugt, dass Schülerinnen und Schüler von Anfang an umfassend über den Nationalsozialismus informiert werden und ein Bewusstsein für die NS-Zeit entwickeln sollen. Bildung ist hierbei der Schlüssel zu einem gesunden Verhältnis zu Religion und anderen
Kulturen.

Wir fordern, dass jeder Schüler, bzw. jede Schülerin ein Mal in der Schulzeit, verpflichtend ein Konzentrations- oder Vernichtungslagern der Nationalsozialisten besuchen muss. Schülerinnen und Schüler, für die ein solcher Besuch eine mentale Belastung darstellt, sollten je nach geltendem Landesrecht von dieser Verpflichtung befreit werden können. Darüber hinaus sollten Gedenktage zum Nationalsozialismus in Schulen mehr Beachtung finden. Die Aufklärung über Rechtsextremismus sollte
frühzeitig beginnen und in allen Schulformen gleichermaßen vermittelt werden. Neben der historischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus sollten Schülerinnen und Schüler insbesondere für die verschiedenen Erscheinungsformen des modernen Rechtsextremismus sensibilisiert werden. Projekte, wie etwa Projekttage, bieten hierbei Möglichkeiten zur selbstständigen Auseinandersetzung und langfristigen
Sensibilisierung. Eine Möglichkeit, rechtsextremismus von Grund auf innerhalb der Schulen zu bekämpfen, ist eine Stärkung der Schulsozialarbeit. Initiativen wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ oder „Demokratie Leben“ verdienen ausdrückliche Unterstützung, deren Finanzierung seitens des Bundes erfolgen sollte. Mittel für demokratiefördernde Projekte in Schulen sollten entsprechend im Bundeshaushalt erhöht werden.

Zusätzlich sollte der Bund den Ländern mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um Gedenkstätten zu fördern und zu erhalten. Eine Sensibilisierung und Aufklärung gegen Rassismus sollte bereits in den frühen Schuljahren erfolgen, um künftige Generationen für Vielfalt, Toleranz und Respekt zu sensibilisieren. Neben Besuchen von Holocaust-Gedenkstätten muss auch ein Verständnis für jüdisches Leben und die Hintergründe von Rassismus vermittelt werden. Es ist wichtig, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur über Rassismus informiert werden, sondern auch befähigt werden, aktiv dagegen vorzugehen. Dies erfordert sowohl Aufklärung als auch die Stärkung von Selbstvertrauen und Zivilcourage. Durch gezielte Aufklärung und gestärkte Zivilcourage können rassistische Äußerungen bekämpft und Minderheiten gestärkt werden. Jeder Mensch hat das Recht, würdevoll zu leben, und es liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung, für eine inklusive Gesellschaft einzutreten. Die Bundesschülerkonferenz ist überzeugt, dass eine frühzeitige Sensibilisierung in Bildungseinrichtungen den Grundstein für eine respektvolle Zukunft legt. Es ist daher entscheidend, bereits jetzt zu handeln, um späteres Umdenken überflüssig zu machen

Pressestatement – Rechtsextremismus entgegenwirken, KZ-Besuche verpflichten!

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Veränderungen im Bsek

Das neu formierte Kabinett der Bundesschülerkonferenz besteht nun aus folgenden Mitgliedern: Louisa Basner, die weiterhin als Generalsekretärin fungiert, Hasan Aljomaa, der die Aufgaben des Finanzkoordinators wahrnimmt, Bea Giese als Pressekoordinatorin und Charlotte Hüther als Innenkoordinatorin.

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Digitalpakt 2.0

Um eine nachhaltige Digitalisierung zu ermöglichen und ein Lernumfeld zu schaffen, in dem Schülerinnen gerne lernen, brauchen wir moderne und zukunftsfähige Schulgebäude mit einer angemessenen Breite an digitalen Mitteln. Es muss mehr finanzielle Mittel für die Instandsetzung von Klassenzimmern und Lernorten sowie für die Bereitstellung von WLAN und Lademöglichkeiten der Geräte geben.

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Teenager von Jahr zu Jahr belasteter

Die Bundesschülerkonferenz setzt sich für den Ausbau der Schulsozialarbeit ein. Es müssen bundesweite Programme etabliert werden, die Schülerinnen und Schülern flächendeckend bei mentalen Herausforderungen unterstützen.

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