Abiturprüfungen 2020 – Corona Pandemie

Das Durchschnittsabitur ist aktuell nicht die Lösung.(1) Es gibt viele Nachteile, die gegen ein solches Abitur sprechen. Zum einem könnte ein Durchschnittsabitur von Universitäten im Ausland oder zukünftigen Arbeitgebern nicht anerkannt werden, es droht ein Abitur 2. Klasse. Zum Anderen bereiten sich die Schülerinnen und Schüler bereits seit Wochen auf die anstehenden Prüfungen vor und die Vergleichbarkeit zu anderen Jahrgängen sinkt.

Abiturprüfungen 2020
Die Abiturprüfungen sollten nach Möglichkeit und unter Berücksichtigung der sich ständig veränderten Situation durchgeführt werden.
Die Bundesschüler*innenkonferenz verschließt sich jedoch nicht einem Durchschnittsabitur besonders im Hinblick auf eine mögliche Gefährdungslage der Schülerinnen und Schüler und zeitlichen Einschränkung. “Das Abitur ist nicht unendlich weit nach hinten zu verschieben”, so Usamah Hammoud, Generalsekretär der Bundesschüler*innenkonferenz. Besonders in Hinblick auf die Pläne der Schülerinnen und Schüler nach dem Abitur, beispielsweise Ausbildungs- oder Studienverhältnisse muss eine zeitnahe Regelung gefunden werden.

Nachteile für Schülerinnen und Schüler
Egal ob Ausfall, Verschiebung oder einem planmäßigen Stattfinden der Prüfungen dürfen den Schülerinnen und Schülern keine Nachteile entstehen. Besonders in Bezug auf Risikogruppen, psychologische Probleme in der Familie aufgrund der derzeitigen Situation und die Lernsituation beispielsweise durch fehlende digitale Ausstattung in Haushalten Rücksicht genommen werden. Es muss sichergestellt werden, dass für die diesjährigen Abiturienten und Abiturientinnen keine langfristigen Nachteile entstehen.

Die aktuelle Situation
Die Lage muss ständig neu bewertet und neue Lösungsmöglichkeiten müssen evaluiert werden. Wir müssen in unseren Positionen flexibel bleiben und uns den dynamischen Veränderungen anpassen. Die Bundesschülerkonferenz plädiert dabei für eine bundesweite einheitliche Lösung. Auch in dieser schwierigen Situation vertreten wir die Meinung der Schülerinnen und Schüler nach außen. “Wir vertreten euch und sind für euch da!”

(1) Hamburg fordert eine Entscheidungsmöglichkeit zwischen einem Durchschnittsabitur, der Wertung der Vorbiturklausuren als Prüfungsersatz und dem Ablegen der Prüfungen.
Schleswig-Holstein fordert ein Durchschnittsabitur.
Hessen fordert Entscheidungsfreiheit für jeden Schüler zwischen dem Ablegen der Prüfungen
zum jetzigen Zeitpunkt oder am Nachschreibetermin

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