Abschaffung von unangekündigten Tests
Die Bundesschülerkonferenz setzt sich dafür ein, dass unangekündigte Tests an Schulen bundesweit abgeschafft werden. Leistungsüberprüfungen sollen angekündigt und planbar erfolgen, um eine angemessene Möglichkeit zur Vorbereitung erfolgen, um eine transparente und pädagogisch sinnvolle Lern- und Prüfungskultur zu gewährleisten. Die Abschaffung unangekündigter Tests bedeutet dabei nicht den Wegfall von Lernstandsüberprüfungen, sondern eine Umgestaltung hin zu förderorientierten Bewertungsformen. Lehrkräfte können, wenn dann, abfragen, ohne die Schüler*innen durch das Überraschungsmoment unter Druck zu setzen. Dabei können alternative oder bestehende Formen der angekündigten Leistungsfeststellung genutzt werden, wie beispielsweise:
- Lernkontrollen, die angekündigt und transparent gestaltet sind,
- Feedbackformate, die den individuellen Lernfortschritt in den Vordergrund stellen,
- Portfolios oder Projektarbeiten, in denen kontinuierliche Leistung und Eigenverantwortung sichtbar werden, benotet werden und nur der Diagnose dienen.
Lehrkräfte sollen im Rahmen von Fortbildungen unterstützt werden, um alternative Bewertungsmethoden kennenzulernen und sinnvoll in ihren Unterricht zu integrieren. Diese sollen ihnen ermöglichen, Lernfortschritte differenziert zu erfassen und gleichzeitig Stress und Angst auf Seiten der Lernenden zu reduzieren.
