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Gewalt an Schulen - ein Schlag ins Bildungssystem

Mit großer Sorge ist zunehmend festzustellen, dass die Gewalt an Schulen zunimmt. Gerade mit Blick auf den Vandalismus, Angriffen oder Drohungen gegenüber Schüler*innen oder Lehrkräften ist diese Problematik ein allgegenwärtiges Thema an deutschen Schulen.

Abgesehen von gewalttätigen Vorfällen, welche an Schulen stattfinden, besteht auch die Herausforderung im Umgang mit häuslicher Gewalt und den damit verbundenen Auswirkungen bei Jugendlichen. Denn es lässt sich sagen, dass Jugendliche indirekt auf Gewalt mit Gewalt reagieren und sich somit ein “Teufelskreis” bildet, welcher seinen Ursprung im Elternhaus hat. Aus diesem Grund fordern wir die stärkere Ausstattung der Jugendämter. Damit verbunden fordern wir eine engere Zusammenarbeit zwischen der Bildungsministerkonferenz (BMK) und Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) im Umgang mit Gewalt unter Jugendlichen und den Auswirkungen im schulischen Kontext unter Einbindung der Bundesschülerkonferenz.

Als Ziel soll dabei verfolgt werden: Engerer Zusammenarbeit zwischen Schulen und Jugendämtern Lehrkräfte brauchen direkte Ansprechpartner*innen bei den jeweiligen Sachaufwandsträgern, welche die jeweilige Schule kennen , betreuen und verwalten. So könnten auch Eltern besser in die Gewaltprävention einbezogen werden.

Möglichen Fortbildungen sowohl für Lehrkräfte als auch Personensorgeberechtigte

Zudem fordern wir eine bessere Aufklärung, nicht nur für Lehrkräfte, sondern auch für Personensorgeberechtigte, in Form von Fortbildungen und Studientagen. Personensorge berechtigte sollten sich in ihrer Rolle als Vorbilder von Jugendlichen entsprechend verhalten, sodass jede*r Jugendliche die Möglichkeit hat, von diesen zu lernen und nicht selbst zu Gewalt oder anderem zu greifen. Personensorgeberechtigte müssen sich zum einen über die Auswirkungen von ihrem Verhalten im Klaren sein, zum anderen aber auch Verhaltensweisen an den Schüler*innen erkennen und einordnen können.

Ausstattung von sonder-, sozialpädagogischen Bereichen an Schulen

Wir fordern zusätzlich den Ausbau der sonder- und sozialpädagogischen Bereichen und resultierenden Begleitungen an Schulen. Es braucht dringend mehr Plätze im Lehramtsstudium für Sonderpädagogik, um den gestiegenen Bedarf zu unter Anderem in Gewalt steigenden Bereichen zu decken. Das muss auch in den Hochschulverträgen verankert werden. Als Bundesschülerkonferenz fordern wir eine Bemessung von Schulsozialarbeit pro Schüler*innen von mindestens einer Schulsozialarbeit pro 150 Schüler*innen. Des Weiteren fordern wir die flächendeckende Etablierung von Schulpsychologie an jeder Schule. Zu diesem Zwecke sollten langfristige Finanzierungsmöglichkeiten mit dem Ziel unbefristeter Arbeitsverträge und Vollzeitstellen für Sozialpädagog*innen und Schulsozialarbeit geschaffen werden. Diese brauchen für bestmögliche Ergebnisse einen festen Bezug zur Schule und der Schüler*innenschaft.

Aus unserer Sicht ist Gewalt ein Problem, dem nur durch eine akribische und individuelle Suche nach Ursachen begegnet werden kann. Es braucht eine breitere Aufklärung und vor allem feste Ansprechpartner*innen nicht nur in der Schule, sondern auch darüber hinaus, sowie eine tiefgreifende und flächendeckende Präventionsarbeit. Die Workshops sollen ab der Sek 1 bzw. Sek 2 stattfinden.

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