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Förderung einer solidarischen Schulgemeinschaft

Ein respektvolles Miteinander und ein starkes Gemeinschaftsgefühl sind Grundpfeiler gelingender Bildung. Um die soziale Qualität schulischer Bildung zu verbessern und ein solidarisches Schulklima zu fördern, fordern wir folgende strukturelle Maßnahmen:

1. Strukturelle Verankerung des Klassenrats:

Definition: Der Klassenrat ist ein festes Beratungsgremium der Klasse, das regelmäßig tagt. Alle Schüler*innen sind gleichberechtigte Mitglieder, die Leitung übernehmen gewählte Vertreter*innen. Der Klassenrat ermöglicht demokratische Mitbestimmung, Problemlösung und fördert Verantwortungsbewusstsein, Selbstwirksamkeit und soziales Lernen. Diese Kompetenzen sind grundlegend für schulisches und gesellschaftliches Handeln. Er dient auch der Bearbeitung konkreter Klassenthemen. Bei schwachen Leistungen kann die Klasse zum Beispiel beraten, ob Inhalte wiederholt oder neue Lernwege erprobt werden sollen. Die Schüler*innen setzen selbst Themen, analysieren Probleme und entwickeln Lösungen. Der Klassenrat soll mit einer Wochenstunde bis einschließlich Klasse 10 strukturell verbindlich verankert und in der Klassenleiter*innnenstunde durchgeführt werden.

2. Verpflichtende schulweite Gemeinschaftsveranstaltungen:

Mehrmals im Schuljahr sollen verbindliche Veranstaltungen für die gesamte Schulgemeinschaft durchgeführt werden. Diese finden in überschaubaren Gruppen statt, die aus Schüler*innen verschiedener Klassen zusammengesetzt sind. Ziel ist es, möglichst viele Beteiligte aktiv einzubinden. Große Schulaktionen führen häufig dazu, dass sich einzelne Schüler*innen ausgeschlossen oder unbeachtet fühlen. Kleinere, inklusive Formate wie Projekttage, thematische Aktionen oder Ausflüge fördern das Gemeinschaftsgefühl, beugen Ausgrenzung vor und stärken soziale Bindungen über Klassengrenzen hinweg. Die regelmäßige Durchführung solcher Veranstaltungen soll fest im Schulkonzept verankert sein.

3. Partizipative Planung von Schulfahrten:

Schüler*innen sollen aktiv an der Planung ihrer Schulfahrten beteiligt werden. Dazu gehören die Auswahl des Ziels, die Gestaltung des Programms und die Organisation einzelner Programmpunkte. Diese Mitwirkung stärkt Eigenverantwortung, fördert das soziale Miteinander und schafft mehr Identifikation mit dem gemeinsamen Vorhaben. Schulfahrten, die in gemeinsamer Verantwortung geplant wurden, werden stärker von der gesamten Gruppe getragen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu einem positiven und unterstützenden Klassenklima.

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