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Rechtsextremismus und Propaganda auf Social Media

Im Rahmen der Medienerziehung muss verstärkt eine Aufklärung über politische Propaganda im Internet stattfinden. Als gezielte Manipulation durch Algorithmen funktioniert Propaganda, um die Meinung und das Verhalten von Kindern und Jugendlichen nach der Agenda versteckter politischer Akteure auszurichten. Besonders sichtbar sind dabei als aktuelles Beispiel antisemitische Inhalte und pro-russische Kriegspropaganda, die gezielt über soziale Medien verbreitet werden. Daher fordern wir die verbindliche Integration von Medienbildung, Quellenkritik und digitaler Verantwortung in alle Fachanforderungen. Damit Kinder- und Jugendliche sich endlich wieder sicherer in der digitalen Welt bewegen können.

Dabei ist auch zu berücksichtigen, wie Künstliche Intelligenz für propagandistische Zwecke missbraucht werden kann. Kinder und Jugendliche werden zunehmend durch ansprechende Gestaltung, etwa in Games oder über bekannte Influencer, für menschenverachtende Inhalte „gefisht“ oder für extreme Gesinnungen angeworben. Aufgrund fehlenden Vorwissens oder unzureichender Social-Media-Kompetenzen können sie diese Inhalte nicht reflektieren oder kritisch einordnen. Wissen als beste Waffe gegen Propaganda kann durch Konfrontation und Prävention im Unterricht angewandt werden.

Mehr Bewegung, weniger Zwang – Für einen modernen, gesunden und motivierenden Schulsport

Schulsport ist ein zentraler Bestandteil ganzheitlicher Bildung. Bewegung fördert nicht nur körperliche Gesundheit, sondern stärkt auch mentale Widerstandskraft, Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen. Dennoch erleben viele Schüler*innen den Sportunterricht nicht als Quelle von Motivation, Gesundheit und Gemeinschaft, sondern als Ort von Leistungsdruck, Demütigung und Angst.

Ein moderner, pädagogisch verantwortungsvoller Schulsport darf kein Ort der Bewertung und Bloßstellung sein. Sportnoten gehören abgeschafft. Stattdessen muss der Fokus auf Freude an Bewegung, persönlicher Entwicklung und gemeinschaftlichem Erleben liegen. Ein zeitgemäßer Sportunterricht soll die Vielfalt körperlicher Ausdrucksformen anerkennen, Gesundheit und Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellen und für alle Schüler*innen zugänglich, sicher und wertschätzend gestaltet werden.

Forderungen:
  1. 1. Motivation statt Demotivation – Bewegung ohne Notendruck

Ziel des Schulsports soll es sein, Bewegung als Teil eines gesunden, nachhaltigen Lebensstils zu vermitteln. Sportliche Aktivität darf nicht über Noten reguliert werden. Ständige Vergleichbarkeit, Ranglisten und Tabellen erzeugen Druck und führen zu Frust statt Freude. Die Bundesschülerkonferenz fordert daher die bundesweite Abschaffung der Sportnoten. Im Mittelpunkt soll die individuelle Entwicklung, Motivation und das persönliche Wohlbefinden stehen. Lehrkräfte sollen Schüler*innen in ihrer körperlichen und mentalen Ausgangslage abholen und sie befähigen, eigene Bewegungsformen zu entdecken – vom Mannschaftssport über Tanz bis hin zu Yoga, Wandern oder Krafttraining.

  1. 2. Abwechslung und Vielfalt statt Wiederholung und Einseitigkeit

Der Sportunterricht muss die Realität moderner Bewegungskultur widerspiegeln. Der jährlich gleiche Ablauf mit Fokus auf Leichtathletik, Geräteturnen oder klassischen Ballsportarten ist überholt. Lehrpläne sollen modernisiert werden und ein breites Spektrum an Bewegungsangeboten umfassen, z. B.: • Fitness, Gesundheitssport, Mobility, Tanz, Parkour, Yoga, Pilates • Teamsportarten mit wechselnden Gruppen • Wintersport, Wandern oder Ausdauersport • Bewegungsformen, die Körperbewusstsein, Resilienz und Selbstwahrnehmung fördern So wird Sportunterricht zu einem Lernfeld für ganzheitliche Gesundheit und Lebensfreude – statt zu einem Ort, an dem Noten über Motivation entscheiden. 3. Teamgeist, Fairness und Inklusion als Leitprinzipien Der Schulsport soll den Zusammenhalt stärken – nicht Konkurrenz und Ausgrenzung fördern. Dazu gehören: Förderung von Teamgeist und fairer Kommunikation bewusster Umgang mit unterschiedlichen Leistungsniveaus, Körperformen und Fähigkeiten integrative Gestaltung von Teams und Übungen Bewertung sozialer Aspekte wie Kooperation, Empathie und gegenseitige Unterstützung statt Leistungsdifferenzen Schulsport muss lehren, füreinander einzustehen – nicht gegeneinander anzutreten. 4. Gesundheit und Körperbewusstsein im Fokus Sportunterricht soll stärker mit Gesundheitsbildung verknüpft werden. Dazu zählen Grundlagen zu Haltung, Ernährung, Regeneration, Stressabbau, Zyklusbewusstsein, mentaler Gesundheit und Prävention von Verletzungen. Bewegung soll als Mittel verstanden werden, sich selbst Gutes zu tun – nicht, um Leistungsnormen zu erfüllen. Regelmäßige Reflexionsphasen (z. B. „Wie fühle ich mich nach dem Training?“) fördern Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung. 5. Keine Bloßstellung, kein Zwang, keine Angst Die Bundesschülerkonferenz lehnt jede Form von öffentlicher Bewertung, Bloßstellung oder Beschämung im Sportunterricht entschieden ab. Sportnoten tragen maßgeblich zu diesen Erfahrungen bei – sie müssen abgeschafft werden. Leistungsbewertung im Sport darf sich höchstens auf Engagement, Entwicklung und Kooperation beziehen – nicht auf Körperformen oder Messergebnisse. Alternative Formen wie Feedbackgespräche, Portfolioarbeit oder Selbstreflexion können Lernprozesse begleiten, ohne Druck oder Angst zu erzeugen. 6. Schulsport als Schutzfaktor für mentale Gesundheit Bewegung kann entscheidend zur psychischen Gesundheit beitragen – insbesondere in stressreichen Schulphasen. Dazu muss der Sportunterricht jedoch als Ausgleichsraum verstanden werden, nicht als zusätzliches Stressfeld durch Benotung. Der Fokus liegt auf Wohlbefinden, Respekt und Selbstvertrauen. Inhalte sollen so gestaltet sein, dass sie soziale Bindung, Selbstwirksamkeit und Belastbarkeit stärken. 7. Partizipation und Mitgestaltung durch Schüler*innen Schüler*innen sollen aktiv an der Gestaltung des Sportunterrichts beteiligt werden. Durch regelmäßige Feedbackrunden, Wahlmodule oder Projektwochen können Interessen und Bedürfnisse direkt einfließen. So wird Sport zu etwas, das Schülerinnen mitgestalten – nicht etwas, das ihnen übergestülpt wird. Gesundheit, sondern stärkt auch mentale Widerstandskraft, Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen. Dennoch erleben viele Schüler*innen den Sportunterricht nicht als Quelle von Motivation, Gesundheit und Gemeinschaft, sondern als Ort von Leistungsdruck, Demütigung und Frustration. Ein zeitgemäßer Schulsport muss die Vielfalt körperlicher Ausdrucksformen anerkennen, Gesundheit und Freude an Bewegung in den Mittelpunkt stellen und für alle Schüler*innen zugänglich, sicher und wertschätzend gestaltet werden. Insgesamt also: Mehr Bewegung, weniger Zwang – weil gesunde Körper nur in gesunden Lernräumen wachsen. Mitreden statt übersehen – Schüler*innenvertretungen in die Landesausschüsse für Berufsbildung! Forderung zur Änderung von § 82 Absatz 1 BBiG – Beteiligung von Landesschülervertretungen im Landesausschuss für Berufsbildung Die Bundesschülerkonferenz fordert die Änderung von § 82 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG), sodass künftig auch Vertreter*innen der Landesschüler*innenvertretungen als Mitglieder in die Landesausschüsse für Berufsbildung entsendet werden können. Diese sollen langfristig ein Stimmrecht erhalten, doch eine grundsätzliche Mitgliedschaft ist im ersten Schritt anzustreben.

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