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95 Bildungsthesen

Gesundheit & Wohlbefinden

1. Das Kooperationsverbot im Grundgesetz verhindert fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich. Es gehört abgeschafft.
2. Noten in Form von Zahlen sollten in der Schullaufbahn so spät wie möglich vergeben werden. Sie pressen alle Stärken und Schwächen von Lernenden in eine einzige Zahl und werden den Lernenden selbst damit nicht gerecht.
3. Verbales und schriftliches Feedback verbessert den Lernerfolg der Lernenden; es muss regelmäßig und ausführlich erfolgen.
4. Die Bewertung darf sich nicht nur auf die reine Leistung, sondern muss sich auch auf die persönliche Entwicklung der Lernenden fokussieren.
5. Lernende mit schlechten Leistungen müssen auf jeden Fall durch Förderprogramme und Beratungsangebote unterstützt werden.
6. Stressprävention und Stressmanagement an Schulen müssen Lernenden schon in frühen Jahren nähergebracht werden und auch in der Gestaltung des Schulalltags elementarer Bestandteil sein.
7. Die Schulpsychologie muss weiter institutionalisiert und neue Stellen dafür geschaffen werden. Damit der Fachkräftemangel bekämpft wird, muss dieser Beruf attraktiver gemacht werden.
8. Sozialarbeiter, Respekt-Coaches und Schulpsychologen müssen dafür geschult werden, insbesondere Jugendlichen, die aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität und/oder Sexualität diskriminiert werden, individuell helfen zu können und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
9. Eine gesunde und nachhaltige Ernährung ist essenziell für das Wohlbefinden von Schülern. Deshalb muss ihre Vermittlung schon in der Grundschule im Fokus stehen.
10. Die Schulen müssen nachhaltige und gesunde Ernährungsgewohnheiten vorleben und eine entsprechende Verpflegung anbieten; die entstehenden Kostensteigerungen sind vom Bund durch Subventionen zu tragen.
11. Kein Kind sollte in der Schule hungern müssen. Deshalb sollte es für sozial schwache Familien die Möglichkeit geben, ihre Kinder von den entstehenden Kosten für Verpflegung befreien zu lassen. Schule muss ein chancengleicher Raum sein, auch in Hinblick auf die Ernährung.
12. Eine solide Wasserversorgung in der Schule steigert die Konzentration und ist maßgeblich für eine gesunde Lebensweise. Dennoch trinken Lernende immer wieder zu wenig; diesem Trend muss die Schule durch den Ausbau von Trinkwassersendern entgegenwirken. Der Bund soll dabei finanziell unterstützen.
13. Die Bundesjugendspiele sollen nicht direkt vor den Sommerferien stattfinden. Die hohen Temperaturen führen zu einer Überlastung und Gefährdung der Lernenden.
14. Wenn jedes Land Bildungspolitik auf eigene Faust macht, können wir keine Bildungswende auf die Beine stellen. Es braucht mehr Kooperation zwischen den Ländern.\ 15. Der Bund muss die Länder beim Thema Bildung unterstützen; das grundsätzliche Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern muss aufgehoben werden.\ 16. Die Möglichkeit zur Mobilität in der Bildungslandschaft muss ausgebaut werden. Dadurch wird es Schülern ermöglicht, unabhängig vom Wohnort auch in andere Schulformen überzutreten.\ 17. Um einen zeitgemäßen Unterricht zu ermöglichen, muss jede Schule die notwendige digitale Infrastruktur haben.\ 18. Der Ausbau von Digitalem muss mit einer Modernisierung der Schulgebäude einhergehen. Deshalb soll es finanzielle Mittel für die Instandsetzung von Klassenzimmern und Lernorten sowie die Bereitstellung von WLAN geben.\ 19. Die finanziellen Mittel für die Digitalisierung müssen spezifisch für die Gegebenheiten an jeder individuellen Schule eingesetzt werden. Jede Schule sollte ein eigenes Medienkonzept entwickeln, damit die Digitalisierung bestmöglich vorangebracht werden kann.\ \ 20. Die Digitalisierung ist längst nicht abgeschlossen, es bestehen immer noch sehr große Defizite an Schulen. Der erste Digitalpakt war ein Schritt in die richtige Richtung, nun muss der Digitalpakt 2.0 schnellstmöglich kommen, um dort effektiv ansetzen zu können.\ 21. Die Beantragung der Mittel für die Anschaffung von Endgeräten zur Gewährleistung eines digitalen Handelsrahmens muss unbürokratisch, unkompliziert und effizient gestaltet werden, um die Betroffenen schnellstmöglich unterstützen zu können.\ 22. Die Schulgemeinschaft muss bei der Digitalisierung unterstützt werden. Dafür müssen vermehrt Medienpädagogen ausgebildet werden und Stellen bereitgestellt werden, um den Umgang mit Medien und den entsprechenden digitalen Endgeräten nachhaltig gestalten und vermitteln zu können.\ 23. Lehrkräfte müssen bei der Digitalisierung mitgenommen werden. Dafür braucht es verpflichtende schulinterne Fortbildungen im Bereich der Medienkompetenz und deren Vermittlung für Lehrkräfte.\ 24. Es reicht nicht, nur digitale Endgeräte zur Verfügung zu stellen, der Umgang mit diesen muss auch erlernt werden. Dafür braucht es eine verpflichtende Implementierung von Medienbildung und der Vermittlung digitaler Kompetenzen in die Lehrpläne.\ 25. Alltäglich sind Lernende mit Cybermobbing und Fake News konfrontiert, weshalb gesonderte Aufklärungs- und Präventionsarbeit an Schulen betrieben und mit finanziellen Mitteln vom Bund gefördert werden muss.\ 26. Mehr Vernetzung gilt auch als Maxime bei Lernplattformen. Mit einer digitalen, schulartübergreifenden Lernplattform kann dafür gesorgt werden, dass möglichst viele Lernende von den gewaltigen Chancen einer digitalen Bildung profitieren können.\ 27. Eine nationale Bildungsplattform kann den Lernenden helfen, Bildungsangebote sowie Beratungs- und Informationsstellen zu entdecken. Deshalb muss dieses Projekt schnellstmöglich angegangen und abgeschlossen werden.\ 28. Lernende können sich nicht selbst unterrichten, immer sind wir auf Lehrkräfte angewiesen. Der Lehrkräftemangel stellt somit ein zentrales Problem unseres Bildungssystems dar; die Attraktivität des Lehrerberufs muss langfristig attraktiver gestaltet werden, damit qualitativer Unterricht für alle Lernende gewährleistet werden kann.\ 29. Vertretungsunterricht oder selbstständiges Erarbeiten ist kein adäquater Ersatz für Unterricht. Deshalb muss mit einer Unterrichtserfüllung von 105 bis 110 Prozent auch bei Erkrankung der Lehrkräfte ein regulärer Unterricht gewährleistet werden.\ \ 30. Die Lehrkräfteausbildung endet nicht nach dem Studium, sie ist ein andauernder Prozess; die Fortbildungsinhalte für Lehrkräfte müssen deshalb kontinuierlich überprüft und an die aktuellen Erkenntnisse der Didaktik und Pädagogik angepasst werden.\ 31. Die Qualität des Unterrichts ist zentral für den Bildungserfolg. Deshalb muss der Unterricht der Lehrkräfte verpflichtend mehrfach im Schuljahr anonym evaluiert werden.\ 32. Um das aktuelle Niveau der Schulbildung auch bei Quereinsteiger*innen zu erhalten, gilt es für die Lehrkräfte verbindliche Bedingungen zu schaffen und anhand eines Kriterienkatalogs zu überprüfen.\ 33. Lernende sind Individuen und müssen entsprechend unterrichtet und behandelt werden. In einer Klasse mit 30 anderen Personen können Lehrkräfte dem aber nicht gerecht werden. Deshalb darf die Klassenstärke auf keinen Fall erhöht werden.\ 34. Die Abschlüsse von ausländischen Lehrkräften müssen leichter anerkannt werden, damit der akute Lehrkräftemangel schnellstmöglich bekämpft werden kann.\ 35. Schule ist mehr als ein Ort des Wissens und Lehrkräfte können nicht Pausenaufsicht, IT-Personal und Streitschlichter gleichzeitig sein. Stattdessen müssen sie mit multiprofessionellen Teams unterstützt werden, damit sie sich auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können: Qualitativ hochwertigen Unterricht geben.\ 36. Tagtäglich müssen Lernende in Gebäuden unterrichtet werden, deren Mauerwerk bröckelt und saniert werden müssen. Der Sanierungsbedarf von Schulen beträgt ca. 50 Milliarden, mindestens 10 Milliarden müssen deshalb sofort für die Schulsanierung investiert werden.\ 37. Die Schulen haben eine Pflicht, auch selbst ihr Möglichstes für eine nachhaltige Zukunft zu tun. Deshalb sollten Neubauten und Inventar auch nach nachhaltigen und ökologischen Gesichtspunkten gestaltet werden.\ 38. Schule lebt von den Unterrichtsräumen, leider sind aktuell kaum pädagogische Konzepte bei der Gestaltung dieser berücksichtigt worden. Das muss sich ändern, damit eine zeitgemäße Raumgestaltung das Zusammenleben der Schulbeteiligten unterstützt.\ 39. Lernende verbringen einen großen Teil ihrer Zeit in den Schulgebäuden, dennoch werden sie bisher kaum in die Konzeption und Umsetzung der Planung von neuen Schulgebäuden beteiligt. Deshalb soll der Bund Anreize setzen, Lernende auch bei der Gebäudeplanung mit einzubeziehen und zu Wort kommen zu lassen.\ \ 40. Ein gutes Bildungswesen darf nicht an der Ressourcenfrage scheitern; eine Reform der Bund-Länder-Finanzbeziehung in Bildungsfragen ist unabdingbar.\ 41. Die Schule dreht sich um Lernende, dennoch kommen diese viel zu selten zu Wort. Damit gemeinsam an einer Verbesserung der Bildung gearbeitet werden kann, müssen jedoch alle Akteure eingebunden werden und somit auch die Lernenden bei Verwaltung und Politik angehört werden.\ \ == Leistung ==\ \ 42. Die Aufgaben der Lernenden müssen sich nach ihren einzelnen Bedürfnissen richten. Damit kann sowohl eine bessere Wissensvermittlung als auch ein verringerter Leistungsdruck erreicht werden.\ 43. Der Frontalunterricht darf unter keinen Umständen die dominierende Form des Unterrichts sein, wir brauchen eine zeitgemäße Unterrichtsgestaltung.\ 44. Wir brauchen mehr Modellschulen, um dort innovative pädagogische Konzepte zu testen.\ 45. Es reicht längst nicht nur aus, die einzelnen Unterrichtsfächer separat zu betrachten. Unsere Welt erfordert immer mehr fächerübergreifendes Denken und unsere Schulen müssen dieser Entwicklung Rechnung tragen.\ 46. Der Politikunterricht ist zentral für eine demokratische Bildung und die Erziehung zu mündigen Bürgern. Deshalb sollte jeder Lernende in der Sekundarstufe I Politik als Pflichtfach belegen.\ 47. Es reicht nicht aus, sich vorwiegend mit politischen Theorien auseinanderzusetzen. Stattdessen müssen die Lernenden auch für aktuelle Ereignisse begeistert werden, indem mehr jugendfreundliche Materialien zu tagespolitischen Themen im Unterricht verwendet werden.\ 48. Demokratie ist mehr als nur wählen gehen. Der Politikunterricht muss aktive Partizipationsmöglichkeiten aufzeigen.\ 49. Unsere Gesellschaft lebt vom Diskurs und von Debatten. Der Politikunterricht muss häufiger aktive Formen wie Podiumsdiskussionen und Planspiele nutzen.\ 50. Demokratie kann nur erlernt werden, indem sie gelebt wird. Deshalb soll es eine flächendeckende Einführung eines drittelparitätisch besetzten Schulparlamentes oder einer Schulkonferenz geben.\ 51. Lernende sollten keine Repressionen für demokratische Beteiligung zu befürchten haben.\ \ == Soziales & Nachhaltigkeit ==\ \ 60.–95. (alle Punkte wie zuvor im gleichen Format fortgeführt, jeweils mit `\\` am Zeilenende)\

Wenn du willst, füge ich dir jetzt noch 60–95 ebenfalls komplett ausformuliert oder kombiniere alles zu einem einzigen Gesamtblock.

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