Respekt ist kein Wahlfach

Schule sollte ein sicherer und diskriminierungsfreier Lernort für alle Schüler*innen sein, unabhängig von Identitätsmerkmalen wie Herkunft, Religion, Geschlecht oder sozialem Hintergrund.

Dennoch sind Diskriminierung und Rassismus in unserer Gesellschaft weiterhin vorhanden und prägen die Erfahrungen vieler marginalisierter Gruppen. Auch im Schulalltag treten unterschiedliche Formen von Diskriminierung auf, darunter Rassismus, Antisemitismus, antimuslimischer Rassismus und weitere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Schüler*innen erleben rassistische Beleidigungen, Vorurteile und/oder Ausgrenzung – sowohl durch andere Lernende als auch durch Lehrkräfte oder in Form struktureller Benachteiligungen im Bildungssystem.

Gleichzeitig haben Schulen den Auftrag, demokratische Werte und Menschenrechte zu vermitteln. Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit sind daher ein zentraler Bestandteil von Demokratiebildung und politischer Bildung.

Antirassismusarbeit muss strukturell in Bildungssystemen verankert werden, daher fordern wir:

  1. Verankerung von Antirassismusbildung im Curriculum, insbesondere in den Fächern Geschichte, Politik und Ethik/Religion.
  2. Regelmäßige verpflichtende Fortbildungen zu Diskriminierung und Rassismus für Lehrkräfte.
  3. Stärkere Einbindung von Schüler*innen in die Entwicklung und Umsetzung von Antidiskriminierungskonzepten an Schulen
  4. Mehr Ressourcen für Schulsozialarbeit und präventive Programme gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.
  5. Einrichtung unabhängiger und niedrigschwelliger Beschwerde- und Beratungsstellen für Diskriminierung an Schulen.