Keine Verbindlichkeit von Grundschulempfehlungen

Wir fordern, dass es bundesweit keine Zugangsbeschränkung für die verschiedenen Bildungswege nach der Grundschule gibt. Eine Verbindlichkeit von Grundschulempfehlungen oder notwendige Notenschnitte lehnen wir ab. Die wissenschaftliche Evidenz für solche Regelungen fehlt. Stattdessen muss eine gute Plenartagung 25/1 - Präsentations- und Versammlungssystem Dresden, 12.3.2025 - 16.3.2025 16 / 107 Beratung der Eltern, aber vor allem auch ein Dialog mit den Grundschüler*innen über Ihre Wünsche stattfinden, um so die Wahl über die richtige Schule zu treffen. Dafür ist es prinzipiell förderlich, die Entscheidung über die weiterführende Schullaufbahn so spät wie möglich anzusetzen.

1. Keine Selektion im frühen Grundschulalter

Mit Ausnahme von zwei Bundesländern findet der Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule ab vierten Klassen statt, was sich negativ auf Schüler*innen auswirkt. Wir fordern die Etablierung einer späteren Selektion von Schüler*in*innen nach Vorbild von Finnland ab der neunten Klasse. Auch sprechen wir uns für die stärkere Förderung von Gemeinschaftsschulen aus, um der Selektion entgegenzuwirken. Wir fordern, dass es bundesweit keine Zugangsbeschränkung für die verschiedenen Bildungswege nach der Grundschule gibt. Eine Verbindlichkeit von Grundschulempfehlungen oder notwendige Notenschnitte lehnen wir ab. Die wissenschaftliche Evidenz für solche Regelungen fehlt. Stattdessen muss eine gute Beratung der Eltern, aber vor allem auch ein Dialog mit den Grundschüler*innen über Ihre Wünsche stattfinden, um so die Wahl über die richtige Schule zu treffen.